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Er hatte gerade den Klassiker “Windows für Anfänger” aufgeschlagen, während er blindlings (man bedenke seine Hornhautverkrümmung :)) seiner großen Liebe in die Arme rannte. Ich hatte soeben das 4000-Seiten Buch “Abitur für dummies” beendet, die Bücher fielen zu Boden, die Blicke trafen sich... Und man weiß ja wie die Geschichte weiterging...
Natürlich war es nicht ganz so, es war Karneval und die “Bibliothek” war das Ägidiusheim, wir waren beide betrunken und so sind wir uns eher in die Arme getaumelt als “gerannt”, aber gefunden haben wir sie trotzdem, die große Liebe - ganz ohne Maske und Kostüm...
Ich glaube ich spreche da nicht nur für mich, wenn ich sage, dass sich wohl jeder wünscht in seinem Leben den Menschen zu finden, den man an seiner Seite sehen möchte. Denjenigen, mit dem man gemeinsam lachen und albern kann, der einem die Schulter zum Anlehnen bietet und die Hand aufhält, um einen wieder aufzubauen.
Manche Menschen finden diesen Partner früher, andere später. Manche finden ihn nie.
Wir hatten damals in Ethik das Bild von Frau und Mann. Als sie einst auf die Erde kamen in Form einer Kugel, diese trennte sich in 2 Teile und die Stücke wurden in der Welt verstreut. So hat jeder Mensch sein passendes Gegenstück, er muss es bloß finden. Die Vorstellung ist unglaublich kitschig und da ich kein Freund von Kitsch bin, war das nie eine Geschichte, die mit gefallen hätte.
Aber spätestens nach unserem ersten Urlaub in Macomb, MI USA, wusste ich, dass ich mein Gegenstück gefunden hatte...
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